Cavitau® ist ein modernes Ultraschall-Verfahren zur strahlungsfreien Diagnostik des Kieferknochens. In unserer Praxis in Kitzbühel, Tirol setzen wir Cavitau® ein, um versteckte Entzündungen und Knochenmark-Veränderungen früh zu erkennen — ohne ionisierende Strahlung und ohne chirurgischen Eingriff. Diese Diagnostik ist besonders wertvoll für Patienten mit chronischen Beschwerden, bei denen die klassische Bildgebung keine Ursache zeigt.
Was ist Cavitau®?
Cavitau® steht für „Cavitation Trans-Alveolar Ultrasonography“. Es handelt sich um ein Ultraschall-Verfahren, das speziell für die Untersuchung des Kieferknochens entwickelt wurde. Im Gegensatz zum klassischen Röntgen, das vor allem die hart-mineralisierten Strukturen darstellt, kann Cavitau® gezielt das Knochenmark untersuchen und auch feinste Dichteveränderungen sichtbar machen.
Die Methode wurde in Deutschland entwickelt und ist heute fester Bestandteil der biologischen Zahnmedizin. In unserer Praxis in Kitzbühel verwenden wir Cavitau® als wichtigen Baustein der ganzheitlichen Diagnostik.
Wie funktioniert das Verfahren?
Hochfrequente Ultraschallwellen werden durch das Zahnfleisch über einen kleinen Sensor in den Kieferknochen gesendet. An verschiedenen Strukturen werden die Wellen unterschiedlich stark reflektiert. Die zurückkommenden Signale werden in Echtzeit analysiert und in ein präzises Bild der Knochendichte umgesetzt. Auf diese Weise lassen sich auch tiefer liegende Veränderungen erkennen, die im normalen Röntgenbild noch nicht sichtbar sind.
Warum ist Cavitau® in der biologischen Zahnmedizin so wichtig?
Die Mundhöhle ist weit mehr als nur Zähne und Zahnfleisch. Unterhalb der sichtbaren Strukturen liegt der Kieferknochen, der eine komplexe Architektur aus Knochengewebe, Knochenmark, Blutgefäßen und Nervenbahnen aufweist. Versteckte Entzündungen in diesem Bereich können den gesamten Organismus belasten — und das oft, ohne dass die klassische Röntgenuntersuchung Auffälligkeiten zeigt.
Genau hier setzt Cavitau® an: Das Verfahren erkennt Veränderungen im Knochenmark Jahre bevor sie auf einem Standard-Röntgenbild sichtbar werden. Damit wird eine frühzeitige Diagnose und Behandlung möglich, die in der biologischen Zahnmedizin von zentraler Bedeutung ist.
Was sind FDOK und NICO?
FDOK steht für „Fettig-degenerative Osteolyse des Kieferknochens“. In der internationalen Literatur findet sich auch der Begriff NICO („Neuralgia-Inducing Cavitational Osteonecrosis“). Beide Begriffe beschreiben einen Krankheitsprozess, bei dem gesundes Knochenmark abgebaut und durch Fett- oder fibrotisches Gewebe ersetzt wird. Es entstehen Hohlräume im Kieferknochen, die häufig Sitz chronischer, stiller Entzündungen sind.
Diese Veränderungen verursachen oft jahrelang unspezifische Symptome wie anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Migräne, Gesichtsschmerzen, Tinnitus oder eine allgemeine Verschlechterung der Lebensqualität — ohne dass die Ursache lokalisiert werden kann.
Welche Vorteile bietet Cavitau® gegenüber klassischen Verfahren?
- Strahlungsfrei: Keine ionisierende Strahlung. Cavitau® kann ohne Belastung wiederholt eingesetzt werden, auch in der Schwangerschaft oder bei häufigen Verlaufskontrollen.
- Detaillierter Einblick: Im Gegensatz zum Röntgen visualisiert Cavitau® auch das Knochenmark und feinste Veränderungen der Gewebedichte.
- Höhere Sensitivität: Krankhafte Prozesse werden oft Jahre vor dem konventionellen Röntgenbild erkannt.
- Nicht-invasiv: Keine Inzision, keine chirurgische Sondierung des Kieferknochens nötig.
- Schmerzfrei: Das Verfahren ist für Sie als Patient völlig schmerzfrei und meist in wenigen Minuten durchgeführt.
- Ergebnis sofort sichtbar: Die Auswertung erfolgt direkt im Behandlungsstuhl, das Befundgespräch kann unmittelbar geführt werden.
Für wen ist eine Cavitau® Untersuchung sinnvoll?
Wir empfehlen die Cavitau® Diagnostik insbesondere bei folgenden Konstellationen:
- Chronische Beschwerden ohne klare medizinische Diagnose, bei denen ein Zusammenhang mit dem Kiefer vermutet wird
- Unklare Schmerzen im Kiefer-, Gesichts- oder Kopfbereich
- Vor und nach Zahnextraktionen, insbesondere bei Weisheitszähnen, um die vollständige Heilung des Kieferknochens zu kontrollieren
- Vor geplanten Zahnimplantationen, um die Knochenqualität präzise zu beurteilen
- Bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen, chronischen Entzündungen oder Multipler Sklerose
- Bei Verdacht auf dentale Herde und Störfelder im Rahmen einer ganzheitlichen Abklärung
- Als regelmäßige Verlaufskontrolle nach einer Sanierung von Kieferknochen-Herden
Wie läuft eine Cavitau® Untersuchung in unserer Praxis ab?
1. Ausführliches Anamnesegespräch
Wir hören uns zunächst Ihre Krankengeschichte und Ihre aktuellen Beschwerden in Ruhe an. Eine ganzheitliche Anamnese ist die Grundlage jeder sinnvollen Diagnostik. Bereits hier ergeben sich oft erste Hinweise darauf, in welchen Kieferregionen wir besonders genau hinschauen sollten.
2. Die eigentliche Cavitau® Untersuchung
Im Behandlungsstuhl wird ein spezieller Ultraschall-Sensor auf das Zahnfleisch über den zu untersuchenden Bereichen aufgesetzt. Die Untersuchung selbst dauert in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten und ist völlig schmerzfrei. Sie spüren nur einen leichten Druck des Sensors auf dem Zahnfleisch.
3. Auswertung und Befundgespräch
Die Ergebnisse liegen direkt nach der Messung vor. Wir besprechen mit Ihnen die Aufzeichnungen, erklären, was wir sehen, und ordnen die Befunde in den Gesamtzusammenhang Ihrer Beschwerden ein. Auf dieser Grundlage entwickeln wir ein individuelles weiteres Vorgehen.
Was tun, wenn Cavitau® Veränderungen zeigt?
Zeigt die Cavitau® Untersuchung Veränderungen im Kieferknochen, besprechen wir die nächsten Schritte gemeinsam mit Ihnen — ohne Druck, ohne pauschale Empfehlungen. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt vom konkreten Befund, Ihrem Allgemeinzustand und Ihren individuellen Zielen ab.
Mögliche nächste Schritte können sein:
- Ergänzende Diagnostik wie ein 3D-Röntgen (DVT) bei spezifischer Fragestellung
- Konservative Therapie mit Ozon- und Neuraltherapie, gegebenenfalls Eigenbluttherapie (PRF)
- Operative Sanierung betroffener Kieferregionen, in enger Absprache mit Ihnen
- Begleitende orthomolekulare Medizin zur Stärkung des Knochenstoffwechsels und der Regeneration
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ihren behandelnden Ärzten, wenn die Befunde Auswirkungen auf andere Organsysteme vermuten lassen
Cavitau® und das Konzept der ganzheitlichen Zahnmedizin
Die Cavitau® Untersuchung ist für uns kein isoliertes Werkzeug, sondern fester Bestandteil eines umfassenden, ganzheitlichen Diagnostik- und Behandlungskonzepts. Sie ermöglicht uns, die Mundgesundheit aus einer erweiterten Perspektive zu betrachten — und Erkrankungen zu erkennen, lange bevor sie zu massiven systemischen Beschwerden führen.
Gerade in der biologischen Zahnmedizin gilt: Der Kieferknochen ist eines der zentralen Organe für die Gesundheit des gesamten Körpers. Wer ihn präzise diagnostizieren und schonend behandeln kann, hat einen wertvollen Hebel für mehr Wohlbefinden, Energie und Lebensqualität in der Hand.
Mit welchen Kosten müssen Sie für eine Cavitau® Untersuchung rechnen?
Die Kosten für eine Cavitau® Untersuchung hängen vom Umfang der Diagnostik und der Anzahl der untersuchten Kieferregionen ab. Die Cavitau® Diagnostik ist eine private Leistung und in den meisten Fällen nicht Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Sozialversicherung.
Aufgrund der in Österreich geltenden Werberichtlinien dürfen wir an dieser Stelle keine konkreten Preise nennen. Wir erstellen Ihnen jedoch nach dem Erstgespräch gerne einen individuellen, transparenten Kostenvoranschlag.
Termin in unserer Praxis in Kitzbühel
Wenn Sie eine ganzheitliche Abklärung Ihrer chronischen Beschwerden suchen oder die Cavitau® Untersuchung als Teil einer geplanten Implantation oder Sanierung wünschen, vereinbaren Sie einfach einen Termin in unserer Praxis in Kitzbühel. Wir nehmen uns Zeit, hören zu und führen Sie sicher durch jede einzelne Phase der Diagnostik.
